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Aktuelles

Podiumsdiskussion

Geschichte im Comic

Am 3. Mai 2022 um 19 Uhr lädt das NS-DOK zum Podiumsgespräch „Geschichte im Comic“ mit Dr. Kim Wünschmann (Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg), Jun.-Prof. Dr. Christine Gundermann (Public History, Universität zu Köln) und Büke Schwarz (Illustratorin, Herausgeberin des Comics „Jein“) ein. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Annemone Christians-Bernsee, kommissarische Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln.

Von „Maus“ über „Persepolis“ bis hin zu „Beate und Serge Klarsfeld – Die Nazijäger“ – schon längst sind historische Themen nicht mehr aus Graphic Novels und Comics wegzudenken. Mit Illustrationen, Dialogen und Einblicken in die Gedankenwelt der Protagonist*innen werden komplexe Zusammenhänge anschaulich für unterschiedliche Altersgruppen gemacht und regen zum weiteren Eintauchen in die Geschichte(n) an. Erlebnisse und Berichte aus der Zeit des Nationalsozialismus werden vermehrt als Comic erzählt und entwickeln sich zum eigenen Vermittlungsgenre.

Um Anmeldung unter nsdokSpamProtectionstadt-koeln.de wird gebeten. Weitere Information finde Sie hier.

Panel im Rahmen der NCPH-Jahrestagung am 5. Mai 2022 zum Thema „Teaching Public and Applied History on Both Sides of the Atlantic” gemeinsam mit Thomas Cauvin (University of Luxemburg), Bram de Ridder (Katholieke Universiteit Leuven) und Arnoud-Jan Bijsterveld (Tilburg University). 

In times of global crises, people turn to history to understand their own and their society’s situation. This is an issue addressed by those active in the field of public history. In this roundtable, teachers share their experiences with academic courses training students on both sides of the Atlantic in taking stock of public and applied history. First, students investigate how specific audiences have dealt with historic events, periods, or developments considered to be collective or cultural traumas. Secondly, students design a product or project targeted at a specific audience, online or offline, aiming to reconstruct, contextualize, and represent a specific topic.

Weitere Information finde Sie hier.

Die Comicforschung am Rhein veranstaltet im Sommersemester 2022 die Ringvorlesung "Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume". Lehrende der Universität Bonn, Universität zu Köln und Universität Düsseldorf organisieren gemeinsam diese Veranstaltung, die immer montags von 18.30 bis 20 Uhr online über Zoom stattfindet. Neben den Studierenden dieser Universitäten sind auch alle externen Interessierten herzlich zu den Vorlesungen eingeladen.

Darstellende und dargestellte, wirkliche und erfundene Räume sind für Comics in verschiedenen Weisen relevant: Bereits das einzelne Panel verweist auf Räume, die Gestaltung der Seiten folgt räumlichen und architektonischen Gestaltungsprinzipien, und die Handlung konstituiert sich zu einem wesentlichen Teil über die Bewegung der Figuren durch Räume, die sinnstiftend und orientierend sind oder einen labyrinthischen Charakter aufweisen. Zur Analyse dieser Phänomene bieten sich Theorien zu Raumkonzeptionen und Raumkonfigurationen an, die seit dem spatial turn in verschiedensten Disziplinen Berücksichtigung finden: Räume werden nicht mehr als ausschließlich physisch-territoriale, sondern als relationale, symbolisch codierte und gesellschaftlich konstruierte Konzepte aufgefasst. In den letzten Jahrzehnten haben sich in den Kulturwissenschaften Konzepte wie Heterotopien (Michel Foucault), Erinnerungsorte (Pierre Nora), Dritter Raum (Homi Bhabha) und Nicht-Orte (Marc Augé) als besonders geeignete Instrumente etabliert, um die symbolische Dimension und den Konstruktionscharakter von Räumen offenzulegen und kritisch zu analysieren.

Anmeldung unter Comicforschung am Rhein 

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Dass unserem heutigen gesellschaftlichen Zusammenleben ein langer Weg vorausgeht, zeigen verschiedene Orte im Kölner Stadtgebiet, die von der Entstehung von Freiheit und Demokratie erzählen. 33 von ihnen haben Teilnehmer:innen des Seminars „Orte der Demokratie – Entwicklung eines App-basierten Storytellings in Köln“ nun in Zusammenarbeit mit dem Verein EL-DE Haus e.V. (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln) sowie weiteren Projektpartner:innen wie dem Kölner Frauengeschichtsverein, dem Friedensbildungswerk Köln und dem Centrum Schwule Geschichte multimedial ausgearbeitet und in Form einer App veröffentlicht.

Das Seminar fand im Sommersemester 2020 unter Leitung von Jens Alvermann, der neben seiner Tätigkeit als Dozent für Public History an der Universität zu Köln im LVR-Museumsverbund den Bereich Digitale Kommunikation & Marketing leitet, und Juniorprofessorin Dr. Christine Gundermann am Historischen Institut der Universität zu Köln statt. Im Rahmen der Veranstaltung recherchierten und verorteten rund zwanzig angehende Historiker:innen Geschichten der Demokratie- und Freiheitsentstehung der letzten 200 Jahre in Köln. Von der Zeit Napoleons bis ins Heute entstanden so mehr als dreißig Beiträge, die die Grundlage für die multimediale Aufbereitung der Informationen zu jedem Ort bilden.

Die App „Orte der Demokratie in Köln“ ist ab dem 19. Januar 2022 für iOS und Android unter rebrand.ly/OrteDerDemokratie verfügbar.

Prof. Dr. Thorsten Logge (Universität Hamburg) veröffentlich zurzeit eine Podcast Lecture zum Thema Was ist Public History? Die Vorlesung nähert sich dem Feld der Public History aus unterschiedlichen Perspektiven: Welche Definitionen für Public History gibt es? Wie entwickelte sich die Public History in den USA, Europa und in anderen Weltregionen? Was ist der Unterschied zwischen Angewandter Geschichte und Public History? In welchem Verhältnis stehen Geschichte, Medien und Öffentlichkeit? Über diese Fragen führt die Vorlesung ein in grundlegende Konzepte der Public History und stellt zentrale Publikationen, Institutionen und Akteur:innen vor.

Für diesen Vorlesungspodcast wurden Interviews geführt mit führenden Vertreter:innen der Public History in Deutschland, Österreich, Polen, Luxemburg, USA und Australien. Teil dieser Interviews ist auch Prof Dr. Christine Gundermann. In der sechtens Folge der Reihe spricht sie mit ihrem Kollegen über ihren Weg in die Public History sowie über wissenschaftsstrategische und -politische Dinge. Die Folge finden sie hier.

Der Blog doing | public | history befasst sich mit kulturwissenschaftlich inspirierten theoretischen und methodischen Zugang zu Manifestationen und Praktiken von Geschichte und kulturellem Erbe in unterschiedlichen populärkulturellen und medialen Formaten. In diesem Kontext ist ein Interview mit Christine Gundermann entstanden.

Ringvorlesung

Digital Public History - Digitales Historisches Lernen

Im Wintersemester 2021/22 richtet Prof. Dr. Christine Gundermann gemeinsam mit Dr. Barbara Hanke und Dr. Martin Schultow eine Ringvorlesung zu Themen der Digital Public History aus. Die Vorlesung wird immer Montags um 18:00 Uhr statfinden. Weitere Informationen zu den Themen der einzelnen Termine und zur Anmeldung finden Sie hier.

Comics sind ein Spiegel der Gesellschaft – sie zeigen auf, wie diese von stereotypen Vorstellungen von Geschlecht und Diversität geprägt ist. Comickünstler:innen gehen aber auch weiter. Sie kritisieren diese Zustände und nutzen die medialen Besonderheiten des Comics, um neue Deutungen vorzustellen und damit letztlich auch einen Beitrag für eine gerechtere und inklusivere Gemeinschaft zu schaffen. Die Hybridität und Uneindeutigkeit des Mediums schafft hier »Zwischenräume«, denen die Auor:innen nachgehen. Die hier versammelten Beiträge zeigen anhand von Einzelanalysen und historischen Gesamtschauen, wie Comickünstler:innen Gender, Diversität und Identität problematisieren und wie dies gesellschaftlich rezipiert wird. Die Arbeitsbedingungen von Comicschaffenden werden dabei ebenso betrachtet wie die politische Dimension der Thematisierung von Geschlecht und Diversität im Comic. So zeigen die Beiträge gemeinsam die Stärke einer interdisziplinären Comicforschung auf.

Zwischenräume. Geschlecht und Diversität im Comic, Berlin 2021.

 

Der Band stellt Schlüsselbegriffe der Public History vor und erschließt diese über die wichtigsten Themenfelder und zentrale Forschungsperspektiven. Er richtet sich an Studierende, Lehrende und Praktiker*innen, die sich mit Geschichte in der Öffentlichkeit befassen und bietet Zugänge zur theoretischen Fundierung der Public History als Teil der historischen Kulturwissenschaften an.

Christine Gundermann et al: Schlüsselbegriffe der Public History, Göttingen 2021.

Ansprechpartnerin

Frau Gundermann ist Ansprechpartnerin für folgende Netzwerke: