Die Abteilung verfügt über ein einzigartiges Profil, denn sie vereint mit der Didaktik bzw. Theorie der Geschichte und der Public History zwei relevante Bereiche der Geschichtswissenschaft. Die Professuren vertreten ein großes Spektrum von Theorien, Themen und Methoden. Sie befassen sich zum einen mit der Didaktik der Geschichte und zum anderen mit der Public History, d.h. mit der Morphologie, Rezeption und Analyse von Vergangenheitsrepräsentationen in schulischen und gesellschaftlichen Kontexten (z.B. Denkmäler, Gedenkstätten, Museen, Living History).
Von der Abteilung Geschichtsdidaktik werden ca. 2.200 Lehramtsstudierende der Geschichte in Bachelor- und Masterstudiengängen auf ihrem Weg in das Lehrer*innendasein begleitet. Im seit 2015 an der Universität zu Köln angebotenen 1-Fach-Master im Bereich der Public History widmen sich Studierende einem anwendungsorientierten Geschichtsstudium.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung kooperieren in verschiedenen interdisziplinären Forschungszusammenhängen mit nationalen und internationalen Institutionen innerhalb und außerhalb der Universität; im Bereich der Public History konzentriert sich die Kooperation auf geschichtskulturelle Institutionen in Köln und Umgebung, was sich insbesondere auch in der Lehre widerspiegelt.
„Zwischen den Zeilen. Könnerschaft und ästhetisches Lernen“
20.02.2026
Die Veranstaltung „Zwischen den Zeilen. Könnerschaft und ästhetisches Lernen“ findet am 20.02.2026 in Kooperation mit dem Projekt EcoLit, dem IFDG und der Plattform für Lehrer*innenbildung statt. Die Vorträge Das Phänomen der Könnerschaft: Eine Forschungsperspektive von Prof. Neuweg (9:00-11:00) und Zur Kontextualität des künstlerischen Könnens: Ein relationaler Ansatz von Prof. Dr. Tasos Zembylas (11.30-13-00 Uhr) werden in der Bibliothek in Weyertal gehalten (Weyertal 59, Hinterhaus, 3. Stock).
Weitere Informationen zu der Veranstaltungen finden sich hier. Ansprechperson für organisatorische Punkte ist Anne Vohrmann (anne.vohrmann@uni-koeln.de). Informationen zu den Perspektiven und Forschungsergebnissen der beiden Gäste sind hier enthalten: https://www.wbv.de/shop/Implizites-Wissen-6004682 (Georg Hans Neuwegs Beitrag: S. 13 ff. und Tasos Zembylas' Beitrag: S. 65 ff.).
HiSTEP Projekt
Das "HiSTEP"-Projekt beschäftigt sich mit dem Bildungserleben und den Bildungserfahrungen von Geschichtslehrer*innen in biographischer Perspektive und soll dazu beitragen, ein differenziertes Verständnis von Prozessen des "Geschichtslehrer*in-Werdens und -Seins" zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund werden individual-biografische Wendepunkte, Brüche und Kontinuitäten sowie die vielfältigen gesellschaftlich-institutionellen Einflussfaktoren der beruflichen Entwicklung analytisch in den Blick genommen. Dabei werden Lehramtsstudierende, sowie aktuell tätige und pensionierte Geschichtslehrer*innen in den Blick genommen.
In Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum führt die Abteilung für Geschichtsdidaktik ethnografische Vor-Ort-Beobachtungen durch. Ziel dieser Forschung ist es, die bestehenden Bildungsangebote im Bereich der Gedenkstättenpädagogik weiterzuentwickeln und inklusiver zu gestalten.
Im Fokus stehen dabei sowohl Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf als auch pädagogische Fachkräfte und Multiplikatorinnen, die in der Gedenkstättenpädagogik tätig sind. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, neue didaktische Ansätze und Materialien zu entwickeln, die eine möglichst breite Teilhabe und ein sensibles Geschichtsbewusstsein für alle Beteiligten ermöglichen.
Das Projekt wird unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung.