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Aktuelles

Ringvorlesung

Digital Public History - Digitales Historisches Lernen

Im Wintersemester 2021/22 richtet Prof. Dr. Christine Gundermann gemeinsam mit Dr. Barbara Hanke und Dr. Martin Schultow eine Ringvorlesung zu Themen der Digital Public History aus. Die Vorlesung wird immer Montags um 18:00 Uhr statfinden. Weitere Informationen zu den Themen der einzelnen Termine und zur Anmeldung finden Sie hier.

53. Deutscher Historikertag

Deutungskämpfe

Zwischen dem 5. und 8. Oktober 2021 wird in München der 53. Deutsche Historikertag stattfinden. Hier werden auch explizit Aspekte der Public History verhandelt und analysiert. In diesem Zusammenhang möchten wir auf zwei Panels hinzuweisen, die mit zwei Kölner Public Historians - Prof. Dr. Christine Gundermann und Sophie Kühnlenz, die an der UzK promoviert -  besetzt sind.

Comics in Deutungskämpfen des 20. Jahrhunderts

Dem Comic ist in den letzten Jahren unter geschichtsdidaktischen Gesichtspunkten einige Aufmerksamkeit zeuteil geworden, als Quellengattung sind sie jedoch weitgehend ungenutzt. Doch zeigt sich hier nicht zuletzt ein Zusammenhang zwischen der Erforschung eines Mediums in seinen verschiedenen Ausprägungen und dessen Zuordnung zur ‚Hochkultur‘ oder ‚Populärkunst‘.  Die Sektion untersucht den Comic erstens als Gegenstand von Deutungskämpfen (Christine Gundermann) sowie zweitens als Mittel der Visualisierung in Deutungskämpfen (Kalina Kupczynska) und verbindet damit drittens eine Reflexion seines Potentials als historische Quelle (Michael Scholz). Der zeitliche Schwerpunkt liegt auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die sequenzierten Bildergeschichten weltweit an Verbreitung und Bedeutung gewannen. Dabei kommen unterschiedliche Länderperspektiven in den Blick; neben jeweils einer Fallstudie zu Schweden und Polen wird ein Beitrag eine dezidiert transnationale Perspektive einnehmen.

Die Leitung dieser Sektion unterliegt Prof. Dr. Christine Gundermann (Köln) und Prof. Dr. Sylvia Kesper-Biermann, neben ihnen werden Dr. Kalina Kupczynska (Lodz) und Michael F. Scholz (Visby/Uppsala) Teil des Panels sein. 

Dienstag, 5. Oktober 2021 9:15–11:00 Uhr

Kontroverse Institutionen. Deutungskämpfe in und um Museen

Museen verfügen seit jeher über eine breite gesellschaftliche Relevanz – von ihren bürgerlichen Wurzeln im 19. Jahrhundert bis heute. Museen scheinen in den letzten Jahren weiter an Popularität gewonnen zu haben. Nicht zuletzt durch die Kontroversen um das sogenannte ‚Humboldt-Forum‘ wird aber auch deutlich, dass Museen umstrittene Orte sind. Deutungskämpfe, Auseinandersetzungen über den Gebrauch „alter“ Objekte für neue Erzählungen, konkurrierende Narrative über die Vergangenheit in Bezug auf Identität und kollektive Erinnerung zeigen, dass Museen nicht zuletzt gesellschaftliche Räume sind, in denen Machtverhältnisse (re-)produziert und (historisch) legitimiert werden. Dieses Panel untersucht die Umstände, unter denen Museen zu Stätten von Kontroversen werden. 

Dieses Panel wird von den promovierenden Sophie Kühnlenz (Köln), Johanna Strunge (Göttingen) und Cornelia Chmiel (Berlin) besetzt und geleitet, ein weiterer Teil des Panels ist Dr. Daniela Döring (Göttingen).

Dienstag, 5. Oktober 2021 14:15–16:00 Uhr

Comics sind ein Spiegel der Gesellschaft – sie zeigen auf, wie diese von stereotypen Vorstellungen von Geschlecht und Diversität geprägt ist. Comickünstler:innen gehen aber auch weiter. Sie kritisieren diese Zustände und nutzen die medialen Besonderheiten des Comics, um neue Deutungen vorzustellen und damit letztlich auch einen Beitrag für eine gerechtere und inklusivere Gemeinschaft zu schaffen. Die Hybridität und Uneindeutigkeit des Mediums schafft hier »Zwischenräume«, denen die Auor:innen nachgehen. Die hier versammelten Beiträge zeigen anhand von Einzelanalysen und historischen Gesamtschauen, wie Comickünstler:innen Gender, Diversität und Identität problematisieren und wie dies gesellschaftlich rezipiert wird. Die Arbeitsbedingungen von Comicschaffenden werden dabei ebenso betrachtet wie die politische Dimension der Thematisierung von Geschlecht und Diversität im Comic. So zeigen die Beiträge gemeinsam die Stärke einer interdisziplinären Comicforschung auf.

Zwischenräume. Geschlecht und Diversität im Comic, Berlin 2021.

 

Der Band stellt Schlüsselbegriffe der Public History vor und erschließt diese über die wichtigsten Themenfelder und zentrale Forschungsperspektiven. Er richtet sich an Studierende, Lehrende und Praktiker*innen, die sich mit Geschichte in der Öffentlichkeit befassen und bietet Zugänge zur theoretischen Fundierung der Public History als Teil der historischen Kulturwissenschaften an.

Christine Gundermann et al: Schlüsselbegriffe der Public History, Göttingen 2021.

Ansprechpartnerin

Frau Gundermann ist Ansprechpartnerin für folgende Netzwerke: